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Im Seniorenheim Deutsch Wusterhausen wird es in der nächsten Zeit öfter mal laut. Unter dem Projekt „Wir sind klein und ihr seid alt – na und?“ kommen sich die Kinder der Kita „Arche Noah“ aus Diepensee und die Senioren aus Deutsch Wusterhausen in den nächsten Wochen etwas näher.

Der Auftakt zum Projekt war am 15.10.2019 in Form einer Herbst-Bastelstunde. Bemerkenswert war, dass es keine Berührungsängste zwischen den Generationen gab und alle gemeinsam mit viel Spass freudig ihrer Kreativität freien Lauf ließen. Die fertigen Kienapfelwesen (siehe Bilder) begeistern alle.

Bereits in der Vergangenheit kamen Kinder aus der „Arche Noah“ unter anderem zum Weihnachtssingen und kleineren Veranstaltungen ins Seniorenheim Deutsch Wusterhausen. Mit dem Projekt „Wir sind klein und ihr seid alt – na und?“ wird nun aus einer bisher reinen Darbie-tungsform ein Beisammensein zwischen Jung und Alt. Kernpunkt ist die generationsübergreifende Zusammenarbeit von neugierigen, Welt ent-deckenden Kindern und der Weisheit behafteten Lebenserfahrung der Älteren.

Für die Zukunft ist vorerst ein monatliches Treffen, später dann alle zwei Wochen geplant. Dabei wird nicht nur gebastelt, sondern auch das Entdecken moderner Technik, das Backen von Leckereiern, Austausch von Wissen und Erinnerungen verschiedener Generationen und diverse gemeinsame Ausflüge stehen auf dem Plan.

Wir bleiben gespannt und halten Sie auf dem Laufenden.

Anbei ein paar Impressionen vom Basteltag.

SchneewittchenAuswahl

Am 23.10.2019 war es soweit. Der Saal des Seniorenheimes Königs Wusterhausen wurde innerhalb kürzester Zeit zur Märchenbühne mit Requisiten, die teilweise in unserer Kreativwerkstatt - gemeinsam mit unseren Bewohnern - hergestellt wurden.

Große Zimmerpflanzen bildeten die perfekte Kulisse für den Wald und einen großen roten Vorhang, wie auf einer richtigen Bühne, gab es auch.

Damit aber nicht genug. Ein Einspieltrailer ließ märchenhafte Musik erklingen und kündigte uns das Märchen „Schneewittchen“ an.

Die Schauspieler waren eine Bewohnerin und das Team soziale Betreuung der Einrichtung sowie 5 Kinder unserer Mitarbeiter.

Es wurde ganz still im „Theatersaal“. Spannung lag in der Luft.
Die Kinder der Mitarbeiter agierten als Zwerge voll in ihrem Element, die zum Zwergenlied von der Arbeit kamen und durch das Publikum marschierten. Das Bühnenbild schmückte den Essplatz der Zwerge und auch die 7 kleinen Bettchen durften nicht fehlen sowie ein glä-serner Sarg für das Schneewittchen.

Unsere Bewohner befanden sich also mitten im Bühnenbild und waren dadurch in das Spiel einbezogen. Vier Generationen bescherten uns einen märchenhaften Nachmittag, den wir sobald nicht vergessen werden. Alle, Mitarbeiter und Bewohner, waren begeistert von den Schauspieltalenten der Vorführenden. Der Applaus, den alle Beteiligten ernteten, war deshalb auch gewaltig.

Die schauspielenden Mitarbeiter haben versprochen, dass weitere Aufführungen folgen werden und üben bereits fleißig an einem weite-ren Märchen der Gebrüder Grimm.

IMG 0650Die Bewohner vom AWO Seniorenheim Deutsch Wusterhausen fahren wieder mit dem Bus.

Wann bin ich eigentlich das letzte Mal mit dem Bus gefahren?

„Damals gab es noch Klinken an der Tür“, war die Antwort.

Für regelmäßige Pendler erscheint dies vielleicht etwas komisch, doch viele passionierte Autofahrer haben teilweise seit über 10 Jahren kei-nen Bus mehr betreten. Umso spannender wurde es, als Bewohner und Mitarbeiter vom Seniorenheim Deutsch Wusterhausen den Gelenkbus der RVS (Regionale Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald mbH) betraten, welcher auf einmal auf dem Gelände stand.

Der RVS-Bus stand aus zwei Gründen dort:

Er soll die Erinnerung an „damals“ wecken, als man noch regelmäßig mit dem Bus unterwegs war.

Aber er soll auch den Auftakt zur Zusammenarbeit darstellen - der Zusammenarbeit von Busfahrern und Bewohnern mit körperlichen Einschränkungen.

Dies reicht vom regelmäßigen Austausch, über eine Lichterfahrt durch Potsdam, bis hin zur praxisnahen Begleitung beim Ein- und Aussteigen durch das Fahrpersonal.

Herr Hagemann von der RVS gab am 21. Oktober 2019 bereits eine kleine Kostprobe davon, wie moderne Busse von innen aussehen und zeigte, welche Möglichkeiten für den helfenden Ein- und Ausstieg vor-

handen sind.

Als alle Senioren ihren Sitzplatz gefunden hatten, dauerte es nicht lange bis das Lied „Ein Hoch auf unseren Busfahrer“ angestimmt wurde.

Es bleibt festzustellen, Arbeiten im öffentlichen Nahverkehr und in der Pflege sind Tätigkeiten in denen es sehr auf die soziale Kompetenz und die Fähigkeit zum situationsgerechten Handeln ankommt. Beide Berufs-gruppen freuen sich über Mitarbeiter mit Herz.

Anbei ein paar Impressionen in Bilderform.

RVS Bus in DWRVS Bus in DW